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Feb 21

Hersteller von Notebooks

Am Mobilrechnermarkt gibt es viele Marken, aber nur relativ wenige Hersteller, die für diese produzieren. Dies liegt daran, dass namhafte Firmen (etwa Fujitsu Technology Solutions) bei Auftragsherstellern (Original Design Manufacturer (ODM)) die Notebooks einkaufen oder auch leicht modifiziert „persönlich“ produzieren lassen, um sie dann unter eigenem Namen zu verkaufen. Wie groß der eigene Anteil an den Gerätedesigns ist, lässt sich meist nur schwer abschätzen. Viele Notebookfertiger haben ihren Sitz in Taiwan, zum großen Teil wird aber nicht mehr dort, sondern in der Volksrepublik China produziert. Dabei konzentriert sich die Entwicklung auf Taiwan und die Produktion zunehmend auf dem Festland.

„Echte“ Notebook-Hersteller sind unter anderem (in der Reihenfolge ihrer Produktionszahlen, soweit bekannt – die Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen und eignen sich nur, um die Größenordnung abzuschätzen):

Quanta (für praktisch alle Notebookanbieter, derzeit der weltgrößte Produzent mit etwas über 11 Millionen Geräten im Jahr 2004)
Compal (für Lenovo (früher IBM), Dell, Hewlett-Packard (früher Compaq) und BenQ (früher Acer), 7,7 Millionen Geräte im Jahr 2004)
Inventec (3,3 Millionen im Jahr 2004)
Wistron (früher Acer, inzwischen selbstständig, 3 Millionen im Jahr 2004)
Asus (verkaufen etwa 50 % der Produktion unter eigener Marke, als Auftragsfertiger für u. a. an Sony und Apple tätig, aber auch ODM-Geräte im Angebot, insgesamt fast 3 Millionen im Jahr 2004)
Arima (1,8 Millionen im Jahr 2004)
MiTAC (1,4 Millionen im Jahr 2004, auch semi ruggedized im Angebot)
Uniwill (1,2 Millionen im Jahr 2004; im Sommer 2006 von Elitegroup aufgekauft)
FIC (in einigen Regionen auch als Eigenmarke tätig, 700.000 im Jahr 2004)
Clevo (fertigt die Alienware- und Voodoo-Gamer- Laptops, auch für Gericom, 550.000 im Jahr 2004)
Elitegroup/ECS (früher auch als Eigenmarke vertreten, seit Mitte 2005 nur noch ODM)
Twinhead (in Deutschland auch als Eigenmarke vertreten)
MSI (vorher für IBM tätig, inzwischen als eigene Marke vertreten; in Deutschland gehört der Markenname Microstar nicht dieser Firma, sondern ist von Medion eingetragen)
LG Electronics (bis Ende 2004 für IBM in Südkorea unter dem Markennamen LG@IBM tätig. Fertigte und entwickelte neben IBM für Compaq, HP und andere qualitativ hochwertige Hersteller Notebooks. Seit etwa 2005 mit eigener Marke und eigener Herstellung am Markt)
Vestel (die zum Konzern gehörende Vestel Digital fertigt seit dem Jahr 2005 Notebook-Barebones unter Eigenmarke als auch als ODM)



www.notebooksbilliger.de

Viele namhafte Notebook-Anbieter geben bei diesen Produzenten Laptops aus hauptsächlich eigenem Design in Auftrag (Reihenfolge nach Verkaufszahlen im Jahre 2004, ebenfalls nicht ganz exakt):

Dell (2004: 7,9 Millionen)
Hewlett-Packard (2004: 7,4 Millionen)
Toshiba („Erfinder“ des Laptop-PCs, produziert schätzungsweise etwa die Hälfte der Notebooks selbst, der Rest kommt von obigen Produzenten, 2004: 5,8 Millionen)
Lenovo (ehemals IBM, 2004: 4,3 Millionen)
Acer (Unterscheidung zwischen Eigendesign und ODM besonders schwierig, einige Modelle wie TravelMate 800 sind auch als OEM-Versionen bei den Produzenten erhältlich; 2004: 3,9 Millionen Laptops)
Fujitsu Technology Solutions (die Lifebooks entstammen eigenen Designs und sind wohl auch selbst gefertigt. Die Amilo-Serien sind sämtlich hinzugekauft. 2004: 3,1 Millionen)
NEC (in Deutschland als Packard Bell vertreten, 2004: 2,1 Millionen)
Sony (2004: 1,8 Millionen)
Apple (2004: 1,7 Millionen)
BenQ (ehemals Acer, inzwischen selbstständig; einige Geräte entstammen eigenen Designs, andere sind z. B. von Mitac hinzugekauft, 2004: 100.000)
MEDION (hauptsächlich im deutschsprachigen Raum erfolgreich)
Wortmann AG
Logic Instrument (Vertrieb ruggedized und semi ruggedized Notebooks)
Nur sehr wenige Notebook-Anbieter fertigen hauptsächlich selbst:

Panasonic (werden selbst entwickelt und in einer Fabrik vom Mutterkonzern Matsushita in Kōbe hergestellt)
Samsung (bis vor kurzem war ein Teil der Produktion an Asus ausgelagert; auch als ODM-Produzent für Dell (Latitude-Subnotebooks) tätig)
LG Electronics (angeblich werden alle LG Notebooks selber produziert und entwickelt)
Die Zusammenhänge der Produzenten, namhaften Hersteller und Eigenmarken-Anbieter ändern sich ständig. So versuchen Produzenten wie AsusTek, MSI oder Twinhead verstärkt, als Eigenmarke aufzutreten, während Elitegroup sich davon zurückzieht. Möglicherweise wird auch Lenovo nach dem Kauf der PC- und Notebooksparte von IBM eine ODM-Baureihe einführen.




Unklar ist oftmals, wo die tatsächliche Endmontage stattfindet. Viele OEM-/ODM-Designs bekommen schon bei der Produktion in Asien ihre gesamte regionale Ausstattung (Tastatur, Handbücher etc.). Andere werden als Barebones (ohne Speicher, CPU, Festplatte, manchmal auch ohne ODD oder ohne Display) angeliefert und dann in regionalen Fabriken (beispielsweise Fujitsu Technology Solutions in Augsburg für die Lifebooks, Toshiba in Regensburg, Dell in Irland) teils nach Kundenwünschen fertig bestückt.

Seite „Notebook“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 16. Februar 2012, 01:36 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Notebook&oldid=99733559 (Abgerufen: 21. Februar 2012, 10:48 UTC)

Bis demnächst 😉

Bettina Ehrling

http://notebook-specials.info

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